Wiesbadener Bündnis gegen Raketenstationierung

Pfingstkonzerte der „Lebenslaute“ in Wiesbaden

Zu Pfingsten haben etwa 30 Musiker und Musikerinnen der „Lebenslaute“ Baden-Württemberg (die aber nicht nur von dort, sondern aus ganz Deutschland angereist sind) zwei großartige Konzerte in Wiesbaden gegeben und dabei klassische Werke von J. S. Bach, G. F. Händel, Frederic Rzewski und Fazil Say vorgetragen, von denen viele inhaltlichen Friedensbezug hatten. Hinzu kamen Reden von Regina Hagen von der Kampagne „Friedensfähig statt erstschlagsfähig“, Albert Meyer von unserem Bündnis, Thomas Schwoerer von der DFG-VK, Hartmut Bohrer (dem Ortsvorsteher von Mainz-Kastel) und Enja Riegel, der Schulleiterin des Campus Klarenthal, in dem die Musiker zu Gast waren. Am Dienstag wurde in einer Aktion zivilen Ungehorsams anderthalb Stunden lang die Zufahrt zum Militärgelände Storage Station in Mainz-Kastel blockiert. Die Aktion hat für reichlich Wirbel gesorgt, hier ein Bericht von Silke, die bei der Blockade zugegen war: „Heute Morgen hast Du was verpasst. Die Lebenslaute haben musikalisch den Zugang zur amerikanischen Kaserne in Mainz-Kastel blockiert, ca. 1,5 Stunden lang und einen Stau verursacht. Ich habe 12 Polizisten gezählt, zwei Polizeihunde, 2 Leute von der Ordnungsbehörde Wiesbaden, die Armee-Polizei der Amerikaner (4 Leute), Security-Dienste (3 oder 4 Leute). Kurz gesagt, das war beeindruckend!“

Und hier unsere Presseerklärung, die wir direkt nach Abschluss der Blockade veröffentlicht haben: „Sehr geehrte Damen und Herren, ich bin einer der Sprecher des Wiesbadener Bündnis gegen Raketenstationierung. In Kooperation mit der Musikgruppe Lebenslaute führen wir die Verabstaltung auf dem Paulusplatz durch. Redner werden sein Albert Meyer vom Bündnis, der Bundessprecher der DFG-VK Thomas Schwoerer und der Ortsvorsteher Hartmut Bohrer. Dauer ca. 2 1/2 Stunden. Näheres: lebenslaute.net und Wiesbadener-buendnis.de. Heute früh wurde von ca.30 Personen dieser Musikgruppe von 6.40-8.05 die Hauptzufahrt zu Kastel Storage Station in der Ludwig-Wolker-Strasse blockiert und hierbei ein Konzert mit Friedensliedern gespielt. Danach wurde die Blockade freiwillig beendet. Eine Brass-Band der Gruppe spielte vor einer Nebenzufahrt. Protestiert wurde gegen ein dort schon seit 2021 stationiertes Raketenbefehkskommando für weitreichende US-Angriffsraketen, die ab 2026 in Deutschland stationiert werden sollen. Zugleich richtete sich der spontane Protest gegen die gerade begonnene Jubelfeier für das 250-jährige bestehen der US Armee. Gefordert werden Abrüstungsverhandlungen, die in Vereinbarungen münden sollen,  an Stelle einer Stationierung ohne jegliches Verhandlungsangebot. Anbei Bilder von der Blockade“ (siehe unten).

Tatsächlich haben der Wiesbadener Kurier, die Frankfurter Rundschau, der Merkurist und Wiesbaden Aktuell von der Aktion berichtet.

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